„Wer einmal schönfärbt, dem glaubt man nur schwer.“

Beobachtungen zum Pressewesen in der DDR

(Juli 1953)

 

Es ist leichter, eine Wahrheit zu popularisieren, die den Sieg in sich trägt, als eine zerschlissene Lüge zu vertreten, die Tag für Tag im Weltgeschehen ihre kurzen Beinehen deutlicher zeigt. Das ist eine Tatsache, durch Erfahrungen erhärtet.
Also kann es nicht zu schwer sein, in der Deutschen Demokratischen Republik Zeitungen zu machen, die imstande sind, die Bevölkerung aufzuklären, ihr zu helfen und sie zu führen. Die Presse in der Deutschen Demokratischen Republik vertritt die besten Prinzipien in der Welt: Frieden, Fortschritt, Demokratie, Sozialismus. Aufseiten dieser Presse steht die historische Entwicklung, steht alles, was gut und schön und edel und wahr ist, während die kapitalistische Presse und Propaganda sich krampfhaft um die Wahrheit herumwinden müssen.
Warum also ist die Presse in der Deutschen Demokratischen Republik so ungenügend?

Am 17. Juni versagten die Zeitungen in einer Art, daß es wohl notwendig sein wird, Pressewesen und Pressepolitik einer gründlichen Prüfung und Revision zu unterziehen.
Wo war die schnelle Reaktion der Presse auf die Ereignisse? Wo waren die Extraausgaben? Wo blieben die Nachrichten, und wo war die Führung, die das Publikum mit Recht von seiner Presse erwarten kann?
Was am 17. Juni vor sich ging, war doch wohl schon seit den frühen Morgenstunden in den Redaktionen bekannt! Es wäre durchaus möglich gewesen, gegen elf Uhr die ersten Extraausgaben auf der Straße zu haben, die den Arbeitern klargemacht haben könnten, worum es sich an diesem Tage handelte und was vom Westen her gespielt wurde. Eine solche Presse, solche Extraausgaben im entscheidenden Moment, hätten einen entscheidenden Einfluß auf die Dinge nehmen können. Sie hätten dazu beigetragen, die Spreu vom Weizen, die Provokateure von den Arbeitern zu trennen. Vieles Unangenehme, was geschah, wäre nicht geschehen. Und vor allem hätte die Bevölkerung den Eindruck gewonnen, daß sie in schweren, verwirrenden Stunden nicht allein, nicht ohne die Stimme der Aufklärung und der Vernunft und der Wahrheit dastand.
Statt dessen geschah – nichts. Waren die Redakteure nicht auf ihrem Posten? Waren die Drucker nicht an ihren Maschinen? Redakteure und Drucker waren da. Aber die selbstverständlichste, erste Pflicht des Journalisten, Nachrichten und Weisung zu geben, wurde versäumt. Man wartete. Worauf? Auf Anweisungen? … Wenn der Feind angreift, kann der Soldat in der ersten Linie nicht warten, bis der General hinten den Befehl zum Feuern gibt. Wenn ein Saboteur auftaucht, kann der Arbeiter an der Drehbank nicht warten, bis der Betriebsleiter ihn auffordert, dem Saboteur eins mit dem Schraubenschlüssel über den Schädel zu ziehen.
Das aber war die Situation am 17. Juni.
Eine Zeitung ist eben kein Finanzamt; und ein Journalist sollte mehr sein als ein Beamter, der Vorgekautes wiederkäut. Was er gelernt hat, muß er selbständig anwenden können. Dafür ist er da. Diese Verantwortung kann er nicht nach oben hin abschieben. Verantwortungsscheue Funktionäre gehören nicht in die Presse.

Eine Zeitung ist vor allem ein Organ zur Übermittlung von Nachrichten an das Publikum. Die Leute kaufen sich die Zeitung in erster Linie, um zu erfahren, was los ist. Das gilt auch für Parteizeitungen. Parteizeitungen werden von Parteianhängern und Sympathisierenden gekauft, die erfahren wollen, was in der Welt und in der Partei los ist und was die Partei zu fordern und zu tun gedenkt. Sind die Nachrichten, die die Zeitung bringt, den Tatsachen entsprechend und so geschrieben, daß die Leute sie verstehen, dann gewinnen die Leser Vertrauen zu ihrer Zeitung und sind bereit, der Politik, die die Zeitung vertritt, zu folgen.
Die bürgerliche, kapitalistische Presse weiß das ganz genau. Sie bemüht sich daher, eine Fülle von kleinen, unwichtigen Wahrheiten zu drucken, damit ihre Leser ihr die große Lüge glauben. In der Presse der Deutschen Demokratischen Republik dagegen werden häufig die kleinen, unwichtigen, vom Leser aber nachprüfbaren Wahrheiten übersehen oder entstellt, besonders wenn diese Wahrheiten nicht ganz angenehm sind. Der Erfolg ist, daß der Leser auch die große, unbestreitbare Wahrheit bezweifelt. Wer einmal schönfärbt, dem glaubt man nur schwer.
Diese Schönfärberei in der Presse hat nach dem 17. Juni keineswegs aufgehört. Wenn aus einer Stadt in der Deutschen Demokratischen Republik berichtet wird, daß dort 150 000 Menschen an einer Vertrauenskundgebung für die Regierung teilnahmen – während jeder, der dort war, weiß, daß es weniger als 150 000 waren – , so ist damit niemandem gedient. Wen will man eigentlich mit solchen Berichten zum Narren halten? Die Einwohner der Stadt? Die Einwohner anderer Städte? Das Zentralkomitee der SED? Die Regierung? Wenn berichtet wird, daß die gesamte Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik das Fünfzehn-Millionen-Dollar-Angebot der USA-Regierung mit Empörung ablehnt, so ist damit gleichfalls niemandem gedient. Alle die, die zu dumm sind, um die Zwecke der amerikanischen Regierung zu durchschauen, sind doch gescheit genug, um sich auszurechnen, daß die Sache mit der gesamten Bevölkerung nicht stimmt – denn sie sind auch ein Teil der Bevölkerung und denken anders. Man hätte nur zu schreiben brauchen: breite Teile der Bevölkerung oder der überwältigende Teil der Bevölkerung, und man wäre der Wahrheit näher gekommen und hätte die Dummen nachdenklich gestimmt.
Bei diesen zwei Beispielen handelt es sich um ausgesprochen politische Nachrichten. Aber auch bei sozusagen unpolitischen Nachrichten läßt sich die Tendenz der Schönfärberei feststellen. Wenn man erst aus einem Ministerratskommunique erfahren muß, daß ein Unglück in einem Kalibergwerk geschah, so ist das falsch. Ein Unglück ist geschehen. Unglücksfälle können sich in jeder Gesellschaftsordnung ereignen. Laßt uns um Gottes willen darüber berichten; um so mehr Genugtuung wird es dem Leser später bereiten, daß die Regierung den Opfern des Unglücks hilft.
In Fällen, wo die Wahrheit Hunderten und Tausenden von Menschen sowieso bekannt ist, kann und soll man die Tatsachen nicht vertuschen. Besonders kann man das nicht in einem Lande tun, wo der Feind mit dem größten Vergnügen alle für uns unangenehmen Wahrheiten ausposaunt. Drucken wir die Tatsachen nicht oder nicht rechtzeitig, so zwingen wir die Bevölkerung direkt, sich Zeitungen aus dem Westen zu verschaffen und den westlichen Radiosendern zuzuhören. Und dann erfährt die Bevölkerung besagte Tatsachen entstellt, übertrieben, falsch; und wir haben keine Gelegenheit mehr zum Richtigstellen. Und das Vertrauen zu unserer Presse sinkt weiter.
Der kleine Junge, der die Augen schloß und nun glaubte, man sähe ihn nicht, hat unrecht. Man sieht ihn doch.

Die Zeitung ist ferner ein Organ der Meinungsbildung. Voraussetzung dafür, daß die Zeitung diese Funktion erfüllen kann, ist das Vertrauen der Leserschaft, das sich die Zeitung durch ihre Nachrichtengebung erringt.
Die Zeitung beeinflußt die Leser einmal durch die Art, wie sie ihre Nachrichten abfaßt; dann durch die Überschriften; dann durch die Kommentare; und endlich durch ihre Leitartikel.
Die Leitartikel stehen am Ende dieser Aufzählung: Man soll sich nämlich keine zu großen Illusionen über den direkten Einfluß von Leitartikeln auf die Leser machen – besonders wenn diese Leitartikel, wie so oft, zu lang und voller Wiederholungen sind. Erst dann, wenn der Leser selbst spürt, daß der Leitartikel ihm neue politische Erkenntnisse vermittelt (was allerdings Leitartikel dieser Art voraussetzt), wird der Leitartikel bei der Meinungsbildung eine größere Rolle spielen. Die Leitartikel in der »Prawda« zum Beispiel tun das, und üben auch einen dementsprechenden Einfluß aus.
Die bürgerliche Presse hat die Kunst, meinungsbildende, tendenziöse, aber scheinbar objektive Nachrichten abzufassen, sehr weit entwickelt. Natürlich muß auch die Presse in der Deutschen Demokratischen Republik die Nachrichten so abfassen, daß die Meinung der Leser gelenkt wird; aber man lenkt nicht dadurch, daß man dick aufträgt, heftig mit dem Zaunpfahl winkt, offensichtliche Kommentare in die Nachricht hineinschreibt und den Leser, der auch selber gerne etwas denken möchte, durch zu auffällige Schlußfolgerungen verstimmt. Wenn man schon nicht imstande ist, eine Nachricht so zu schreiben, daß sich die richtige Schlußfolgerung ohne viel zusätzliche Worte aus der Nachricht ergibt, dann soll man ein Sternchen unter die Nachricht setzen und den Mut haben, den eigenen Kommentar als Kommentar zu drucken.
Überschriften dienen dazu, den Leser zum Lesen des unter der Überschrift stehenden Textes zu veranlassen. Die Überschrift kann, wenn sie geschickt abgefaßt ist, dem Leser eine Denkrichtung geben, in der er den Text der Nachricht oder des Artikels betrachten soll. Aber nur, wenn sie geschickt abgefaßt ist! Sonst wäre es besser angebracht, eine neutrale, nüchterne Überschrift zu geben. Vor allem aber ist die Überschrift keine Losung. Losungen regen nicht zum Lesen an, weil sie, wenn sie gut sind, bereits alles sagen – und wenn sie schlecht sind, gehören sie nicht in die Zeitung.
Keineswegs meinungsbildend jedoch ist eine Art Nachricht, die sich in der letzten Zeit in der Presse der Deutschen Demokratischen Republik eingebürgert hat. Diese Art Nachrichten lautet ungefähr so:
ADN. – Die Witwe Pietsch in Hinterkötzschenbroda erklärt, daß sie über die letzten Beschlüsse der Regierung überglücklich ist.
Unterstellen wir, daß der Hinterkötzschenbrodaer Korrespondent des ADN ein ehrlicher Mann ist und die Witwe Pietsch tatsächlich gefragt hat, was sie von dem betreffenden Regierungsbeschluß hält. Und unterstellen wir auch, daß die Witwe Pietsch politisch genügend Bescheid weiß, um den Regierungsbeschluß in all seinen komplizierten Auswirkungen beurteilen zu können. Dann bleibt immer noch die Tatsache, daß in der ganzen großen Deutschen Demokratischen Republik vielleicht zwei Dutzend Menschen die Witwe Pietsch kennen und ein Interesse für ihre Meinung haben. Jedem anderen Bürger der Deutschen Demokratischen Republik ist die Witwe Pietsch keineswegs maßgeblich, und ihre Meinung über Regierungsbeschlüsse ist ihm höchst schnuppe, auch wenn diese Meinung auf der Frontseite der Zeitung proklamiert wird.
Es handelt sich hier um eine falsche Anwendung des Begriffes typisch. Der ADN-Reporter, und mit ihm wahrscheinlich der Redakteur der Zeitung, glaubt und hofft, daß die Witwe Pietsch aus Hinterkötzschenbroda für die öffentliche Meinung in der Deutschen
Demokratischen Republik typisch ist. Aber ist sie das? Das müßte man doch erst mal beweisen. Und solange der Beweis nicht gleichzeitig mit der Nachricht über die Witwe erbracht wird, solange man nicht erklären kann, daß die Witwe Pietsch für einen beträchtlichen Prozentsatz aller Witwen im Lande spricht, soll man nicht so tun als ob – und vor allem soll man sich nicht selber darüber täuschen wollen, daß die Witwe Pietsch durch ihre höchst anerkennenswerte Äußerung die öffentliche Meinung beeinflussen kann.

Die amerikanische Werbung geht von dem Grundsatz aus, daß man dem Menschen gewisse Begriffe einhämmern müsse, bis er ganz automatisch reagiert. Drink Coca Cola! steht an jeder Straßenecke, in der Erwartung, daß die Bevölkerung schließlich nur noch Coca Cola trinken wird. Man kann mit dieser Methode vielleicht automatische Reflexe erzielen, wie Pawlow es bei seinen Hunden erreicht hat, aber zum Denken regt man die Menschen damit nicht an. Und schließlich wollen wir doch denkende Menschen in der Deutschen Demokratischen Republik. Warum nimmt man die schlechteste aller amerikanischen Reklamemethoden in unserer Presse auf? Warum benutzt man immer und immer wieder dieselben abgestandenen Phrasen? Beifall ist immer brausend, Demokraten sind immer aufrecht, Adenauerist immer heuchlerisch und zu seiner Verfügung steht die Adenauerclique usw., usf. Auch dort, wo derartige Bezeichnungen dem Tatbestand genau entsprechen, verlieren sie ihre Wirkung, weil sie schablonenhaft geworden sind. Dabei hat die deutsche Sprache einen völlig ausreichenden Wortschatz.

Es geht aber nicht nur um diesen Stil, der den Leser abstößt. Es geht um die Denkfaulheit. Ein Journalist, der, sagen wir, einen Versammlungsbericht schreibt und dem Wort Beifall automatisch das Wort brausend beifügt – dieser Journalist hat sich den Beifall überhaupt nicht bewußt angehört. Vielleicht war der Beifall gar nicht brausend; und es wären daraus gewisse Schlüsse für seinen Versammlungsbericht zu ziehen. Aber nein, er denkt gar nicht darüber nach, was er schreibt – aus den schematischen Worten entsteht der schematische und daher unwahre Bericht. Die Leser aber, die in der
betreffenden Versammlung waren und sehr wohl wissen, ob der Beifall brausend war oder nicht, merken die Unwahrheit- und wieder verlieren sie das Vertrauen zu ihrer Presse. Ganz abgesehen davon, daß der Journalist, sollte der Beifall schon einmal brausend sein, gar kein Wort mehr zur Verfügung hat, um diese Tatsache auszudrücken.
Hier wurde ein sehr harmloses Beispiel gewählt. Bei ernsthafteren Fragen aber wirken sich die schematischen Wortkombinationen katastrophal aus. Auch wenn wirklich etwas Neues ausgesagt wird, liest es sich bei Benutzung der üblichen Schablonen wie eine Wiederholung von längst Gesagtem, und der Leser legt es ungelesen zur Seite.
Nur ein Journalist, der selber und selbständig denkt, wird das Denken seiner Leser beeinflussen können.

Eine Zeitung ist schließlich ein Organ zur Unterhaltung und Belehrung ihrer Leser. Der Leser verlangt das Recht, daß seine Zeitung bunt ist und den verschiedenen Interessen des Lebens entspricht. Dazu gehört ein reichhaltiger Lokalteil, mit Nachrichten allgemeiner Natur, persönlichen Nachrichten, Glossen. Das Interesse, das der Mensch für die Angelegenheiten seines lieben Nächsten hat, besteht auch in einer neuen Gesellschaftsordnung; man muß damit rechnen, und man muß es benutzen, um dem Leser Vertrauen zu seiner Zeitung zu geben.
Dazu gehört ein reichhaltiges Feuilleton, nicht voller Diskussionen über Formalismus, sondern voll wahrhaft unterhaltender Beiträge, die durchaus nicht unpolitisch zu sein brauchen. Das unpolitische Feuilleton hat es ja auch nie gegeben. Das Feuilleton wie auch der Nachrichtenteil sollen den Leser, für ihn fast unmerklich, beeinflussen – nicht etwa, weil der Leser an der Nase herumgeführt werden soll (wie es die kapitalistische Presse tut), sondern weil der Leser sich nicht gegängelt fühlen möchte.
Dem Lokalteil und dem Feuilleton könnte man, da das Papier leider knapp ist, die langen Reden örtlicher Größen opfern; es sei denn, daß diese Reden neues Gedankengut enthalten.
Im Frankreich Napoleons gab es eine Zeitung mit dem Namen Moniteur. Sie war das Amtsorgan des Kaisers. Was darin stand, war Befehl. Nur Beamte und Offiziere lasen den Moniteur, denn das gehörte zu ihren Pflichten. In der Deutschen Demokratischen Republik gibt es keinen Moniteur. Es kann und soll ihn auch nicht geben. Aber es gibt Zeitungen, die in einem Teil ihrer Spalten offiziös sind. Wenn im Neuen Deutschland ein Kommunique des Politbüros der SED erscheint, so bedeutet das eine politische Tatsache, die gewisse Folgen nach sich zieht. Wenn aber zum Beispiel in demselben Blatt eine Buchkritik erscheint, so ist das eben eine Buchkritik im Neuen Deutschland, nicht aber ein Beschluß des Zentralkomitees der SED über das betreffende Buch.
Das wird mitunter von Leuten vergessen, die zu bequem oder zu unfähig sind, um sich eine eigene Meinung zu bilden und selbständig zu entscheiden. Sitzen solche Leute nun an Stellen, wo sie ihrerseits wieder meinungsbildend wirken, so ergibt sich eine Vereinheitlichung und Erstarrung der Meinung auch in Fragen, die weiter diskutiert werden sollten.
Natürlich weiß man in den Redaktionen der offiziösen Blätter über diese traurigen Auswirkungen ihres offiziösen Charakters Bescheid; und die Folge ist, daß man angesichts der noch ziemlich weit verbreiteten rückgratlosen Nachbeterei vorsichtiger schreibt, als man möchte, und die Zeitung langweiliger macht, als es nötig wäre, wenn man nicht auf die Nachbeter Rücksicht zu nehmen hätte.
Vielleicht können die offiziösen Blätter ein für allemal klarmachen, in welchen Artikeln sie als offiziös aufgefaßt zu werden wünschen – und auf welchen ihrer Seiten sie wie andere normale Zeitungen sind. Damit wäre uns allen, auch ihnen selber, geholfen.

 

(zitiert nach Wege und Umwege / Einmischung  München 1998. S. 209 – 217)